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DAS JAHR 2005


13.Januar 2005

Bei einer Abstimmung im sächsischen Landtag entfallen auf einen Antrag der NPDFraktion zwei Stimmen aus anderen Fraktionen. In einer gemeinsamen Erklärung der Fraktionsvorsitzenden heißt es, man sei „empört“ über das Abstimmungsverhalten von Abgeordneten aus den eigenen Reihen. „Deshalb erklären die Vorsitzenden der unterzeichnenden Fraktionen, daß sie diese Abgeordneten, die für diesen feigen Anschlag auf unsere junge Demokratie verantwortlich sind, bei zweifelsfreier Identifikation unverzüglich aus den jeweiligen Fraktionen ausschließen werden.“ Der feige Anschlag auf die Demokratie beschreibt hierbei ein nonkonformes Abstimmungsverhalten.

FAZ, 14.Januar 2005


23.Januar 2005

Nach Angaben des Deutschen Gewerkschaftsbundes hat die IG Metall im Jahresverlauf etwa 100.000 Mitglieder verloren. Insgesamt schrumpfte der DGB um ganze 360.000 Mitglieder. Aus Reihen der Gewerkschaften kam es in der Vergangenheit immer wieder zu Schulterschlüssen mit gewaltbereiten Linken.

FAZ, 24.Januar 2005



Die Petition gegen die Schließung der Berliner Flick Collection, einer der bedeutendsten Sammlungen zeitgenössischer Kunst, wird unter anderem unterzeichnet von der „Antifaschistischen Linken Berlin“, die vom Verfassungsschutz als extremistisch eingestuft wird.

FAZ, 27.Januar 2005


Die Jugendorganisation solid der PDS stellt ihr Kulturprojekt vor, bei dem sich namhafte deutsche Musiker im Kampf gegen Rechts engagieren sollen. Unter anderem beteiligen sich Die Fantastischen Vier, Die Sterne und Seeed sowie Konstantin Wecker. Das Projekt wird durch das Bundesfamilienministerium teilfinanziert; die solid geriet immer wieder in die Kritik, nachdem sie gemeinsam mit autonomen und militanten Gruppen zu Demonstrationen aufgerufen hat.

Junge Freiheit, 28.Januar 2005


27.Januar 2005

Bis zum Sommer soll in Berlin die erste Rudi-Dutschke-Straße der Bundesrepublik entstehen. Die Mehrheit aus PDS und Grünen im Kreuzberger Bezirksrat haben sich für die Umbenennung eines Stückes der bisherigen Kochstraße entschieden.

FAZ, 28.Januar 2005


30.Januar 2005

Bei einer Gegendemonstration zu einer Veranstaltung der NPD kommt es zu Ausschreitungen in Kiel. Etwa 8500 Menschen kamen, um gegen 300 Nationaldemokraten zu protestieren. Nach der Veranstaltung kam es zu Ausschreitungen linker Autonomer.

FAZ, 31.Januar 2005


3.Februar 2005

Die Forderung von Abgeordneten des Europäischen Parlaments, nicht nur nationalsozialistische Symbole sondern auch solche des Kommunismus zu verbieten, stößt beim Kommissar für Innen- und Rechtspolitik auf Skepsis. Nach Aussage seines Sprechers hält Kommissar Frattini eine Verknüpfung der beiden für nicht angemessen. Abgeordnete aus Tschechien, Ungarn, Slowenien und der baltischen Staaten hatten gefordert, alle Zeichen totalitärer Regime zu verbieten.

FAZ, 4.Februar 2005

Das Präsidium des brandenburgischen Landtags erwägt ein Hausverbot für sächsische NPD-Abgeordnete. Die Fraktionen wollen damit auf eine Einladung der DVU-Fraktion im brandenburgischen Landtag reagieren, die an Abgeordnete aus Sachsen ausgesprochen wurde. Der CDU-Fraktionsvorsitzende Thomas Lunacek halte es für „nicht hilfreiche, wenn sich neben den jetzt schon vorhandenen Extremisten im Landtag noch weitere aus anderen Bundesländern hinzugesellen.“

FAZ, 4.Februar 2005


7.Februar 2005

Im rheinischen Düren wurde die Elchgruppe der Vertriebenen und dem Bund Junges Ostpreußen beim traditionellen Karnevalsumzug ausgeladen. Sollte die Gruppe am Karneval teilnehmen, so seien von der örtlichen Antifa „Konsequenzen angedroht“ hieß es in einem Schreiben des Festkomitees.

Preußische Allgemeine Zeitung, 19.Februar 2005


Die Neofolk-Band „Sol Invictus“ wird an ihrem geplanten Konzert am 25.Februar in Berlin gehindert. Nachdem Antifa-Netzwerke wie indymedia die britische Band diffamiert haben, kündigte der Veranstalter ebenso wie zuvor in Wien und Darmstadt den Vertrag, da „wegen des Konzerts mit massiven Gegenaktionen zu rechnen ist“. Auch eine Erklärung der jüdischen Ehefrau des Sängers konnte die Kampagne nicht stoppen.

Junge Freiheit, 11.Februar 2005


Der Buchautor Jörg Friedrich ist vom sächsischen Rotary-Club ausgeladen worden. Der Berliner Historiker sollte dort am 11.Februar zum Thema Bombenkrieg referieren, der Verein teilte Friedrich jedoch mit, daß er als „geistiger Zuträger der NPD“ nicht mehr erwünscht sei.

Junge Freiheit, 11.Februar 2005


13.Februar 2005

Mit Parolen wie „Bomber Harris – do it again“ kündigen Antifa-Gruppen im Vorfeld Störaktionen zum 60.Jahrestag der Bombardierung Dresdens an. Täter und Opfer werden dabei nicht ihrem erlittenen Schicksal, sondern nach ihrer Nationalität klassifiziert. Außerdem bestimmten US- und Israel-Flaggen der Antideutschen das Bild, ebenso Transparente der ehemaligen DDR-Staatsjugend FDJ und „Opa war ein Nazi“, unter dem die Kommunistische Partei Berlins demonstrierte.

Junge Freiheit, 11.Februar 2005


13.Februar 2005

Unter großem Polizeischutz hat in München die Sicherheitskonferenz stattfinden können. Aus einer Gegendemonstration durch die Münchner Innenstadt heraus wurden Polizeibeamte mit Steinen und Flaschen attackiert, es kam Pfefferspray zum Einsatz sowie zu 49 Verhaftungen von Personen aus dem autonomen Spektrum.

FAZ, 14.Februar 2005


Während einer NPD-Demonstration zum Gedenken an die Bombardierung Dresdens kam es zu zeitweisen Krawallen. Während der Räumung einer von autonomen Gegendemonstranten besetzten Brücke mischten sich diese unter friedliche Teilnehmer und Touristen, um aus der Menge heraus Polizei und Nationaldemokraten anzugreifen.

Junge Freiheit, 18.Februar 2005


Dem Regierungsbeauftragte für deutsch-amerikanische Zusammenarbeit, Kurt Voigt (SPD), wird vorgeworfen, in den 80er Jahren Militär- und Verteidigungsstudien an die DDR-Regierung weitergegeben zu haben. Die Bundesanwaltschaft ermittelt.

Focus, 14.Februar 2005


Die Internetseite der Deutschen Partei (DP) ist von linken Hackern gekapert worden. Statt dem eigentlichen Netzinhalt erschien unter der Adresse die Überschrift „Heult doch! Deutsche Opfermythen angreifen!“, der zugleich ein Aufruf für eine linksextreme Demonstration in Dresden war.

Junge Freiheit, 18.Februar 2005


24.Februar 2005

Die europäischen Justizminister finden in Brüssel keine Einigung zum Verbote extremistischer Symbole. So argumentierten Großbritannien, Dänemark und Ungarn mit dem Recht auf Meinungsfreiheit, Finnland wies darauf hin, daß das Hakenkreuz ein nationales Symbol seines Volkes sei. Sowohl Ungarn als auch baltische Staaten haben kommunistische Symbole bereits aus ihrer Öffentlichkeit gebannt. Bundesjustizministerin Zypries dagegen forderte weiterhin ein europaweites Verbot nationalsozialistischer Symbole und legte Wert auf die „Bekämpfung von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit“.

FAZ, 25.Februar 2005


Bei den nordrhein-westfälischen Landtagswahlen im Mai treten für die Wahlalternative Arbeit und soziale Gerechtigkeit (WASG) auch Mitglieder extremistischer Gruppen an. Eine Doppelmitgliedschaft sei laut Parteivorstand nicht unzulässig. In der Partei stieß es aber auf Unmut, daß drei Kandidaten gleichzeitig Mitglieder der als linksextrem eingestuften Sozialistischen Alternative sind.

Junge Freiheit, 11.März 2005


In Potsdam ist erneut der Gedenkstein für die Opfer von Flucht und Vertreibung geschändet worden. Bereits zum dritten Male in zwei Jahren berichtet der Bund der Vertriebenen von Schmierereien linker Parolen auf dem Findling.

Preußische Allgemeine Zeitung, 12.März 2005


16.März 2005

„Wenn wir die Stadt von dem Linksblock befreien, dann ist das der Tag der Befreiung von Berlin“ konstatiert CDU-Landesvorsitzender auf einem Kreisparteitag in Berlin. Junge Freiheit, 25.März 2005 Bei einer Razzia in Berlin wird ein Großteil der Auflage des linksextremen Magarins „Radikal“ beschlagnahmt. Die Ausgabe enthielt unter anderem Bauanleitungen zur Herstellung von Spreng- und Brandsätzen. Als Impressum ist immer wieder ein Verein angegeben, der dieselbe Adresse führt wie die Kreuzberger Zentrale der PDS.

Junge Freiheit, 18.März 2005


Ein Leitfaden der SPD zum Umgang mit Rechtsextremismus zitiert die Vorgehensweisen extremistischer Gruppen. Vorstandsmitglied Niels Annen schreibt darin, mit Rechten diskutiere man nur, um sie zu entlarven. Ferner wolle man „außerparlamentarische Akteure und Projekte stärken“.

FAZ, 30.März 2005


Im Vorfeld einer geplanten Demonstration der NPD in Berlin ruft ein breit gefächertes Bündnis linker Gruppen zu Gegenaktionen auf. Auf der Unterstützerliste stehen neben Antifa-Gruppen auch die SPD, die Jusos sowie die Jugend der Gewerkschaft verdi.

Junge Freiheit, 15.April 2005


1.Mai 2005

Bei den Ausschreitungen zum Tag der Arbeit in Berlin sind zwanzig Polizisten verletzt worden, 193 Randalierer wurden festgenommen im Gegensatz zu 335 Festnahmen im Vorjahr. Die Polizei war mit 6150 Beamten im Einsatz.

FAZ, 3.Mai 2005


Bei Krawallen in der Innenstadt von Worms wurden bei einem Neonazi-Aufmarsch 16 Gegendemonstranten festgenommen, einen Tag später jedoch wieder auf freien Fuß gesetzt. Rund 300 Personen warfen Steine und Flaschen auf Polizei und Neonazis, mehr als ein Dutzend Einsatzfahrzeuge wurden beschädigt.

FAZ, 3.Mai 2005


Die „Antifa West-Bielefeld“, die mit der Antifa AG der Universität Bielefeld kooperieren soll, ist dadurch mit 5000 Euro an Steuergeldern subventioniert worden. Der AStA der Hochschule organisierte bereits in der Vergangenheit öfter Veranstaltungen mit linksextremen Referenten, sodaß einer Anfrage der CDU zufolge die studentische Vertretung der Universität Bielefeld sich selbst als „Teil der antifaschistischen Bewegung“ einordne. Aus dem Umfeld der Gruppierungen kam es in den Vorjahren immer wieder zu Schmierereien und Übergriffen.

Junge Freiheit, 6.Mai 2005


8.Mai 2005

Die zum Tag der Befreiung geplante Demonstration der NPD wird abgesagt, da die öffentliche Sicherheit nicht mehr hat garantiert werden können. Bereits Stunden vor der Demonstration sammelten sich Gegenaktivisten aus dem linken bis linksextremen Spektrum, die Partei selbst konnte zu wenig Ordner stellen. Am Abend nahmen Tausende Menschen Teil an einer dreißig Kilometer langen Lichterkette quer durch Berlin gegen Rassismus und Rechtsextremismus.

FAZ, 9.Mai 2005


Die Generalbundesanwaltschaft ermittelt nach einem Brandanschlag in Potsdam gegen Mitglieder der linksterroristischen „militanten gruppe“. Ein Bekennerschreiben gesteht Ende April Fahrzeuge des brandenburgischen Umweltministeriums in Brand gesteckt zu haben, es entstand ein Sachschaden von 100.000 Euro. Der Gruppe werden seit Mitte der neunziger Jahre mehr als 20 Anschläge im Raum Berlin zugerechnet.

Junge Freiheit, 20.Mai 2005


21.Mai 2005

In den Berliner Bezirken Prenzlauer Berg und Weißensee demonstrieren Antifa- Aktivisten gegen mißliebige Geschäfte, die sie der rechten Szene zuordnen wollen. Auf der Demonstration kam es immer wieder zu Schlägereien und Steinwürfen auf die Polizei. Das linke Portal indymedia berichtet, nach einer Festnahme kam es „zu einer gelungenen Gefangenenbefreiung, in deren Verlauf auch mindestens ein Bulle schwer verletzt wurde“.

Deutsche Stimme, Juli 2005


Die Antifa AG der Universität Bielefeld erhält 2000 Euro Steuergelder aus dem „Preis des Bündnisses für Demokratie und Toleranz“. Die Gruppe mobilisiert breit von Tierschutzbewegungen bis in die autonome Szene, die „mit kreativen Aktionen“ in der Vergangenheit bereits durch Anschläge auf die Deutsche Bahn aufgefallen ist. Auch aus anderen Fördermitteln des Bundes erhielt die Gruppe insgesamt 24.000 Euro.

Die Welt, 2.Juni 2005


7.Juni 2005

Sächsische Landtagsabgeordnete der PDS und der Grünen nahmen an der „antifaschistischen Kaffeefahrt“ ins Erzgebirge teil. Ziel dieser Veranstaltung sei die „Verhinderung des ungestörten Treibens und Wirtschaftens“ tatsächlicher oder nur vermeintlicher Treffpunkte der rechten Szene. Die Tarnung als Kaffeefahrt diente dazu, dem ausgesprochenen Demonstrationsverbot auszuweichen, im Rahmen von „spontanen Aktionen“ kam es zu einem Sachschaden von 6000 Euro. Sowohl Freya-Marina Klinger (PDS) als auch Johannes Lichdi (Grüne) distanzierten sich von der „Kaffeefahrt“.

Junge Freiheit, 8.Juli 2005


8.Juni 2005

Die neue Führung in Nepal hat Deutschland um Unterstützung im Kampf gegen die Maoisten gebeten. Ferner fürchte man sich auch vor islamischen Terroristen und forderte Deutschland auf sich mit Soldaten an der Niederschlagung der Aufstände zu beteiligen.

FAZ, 9.Juni 2005


Ein Mitarbeiter der linken Zeitungen „junge welt“ und „Neues Deutschland“ soll einen Überfall auf NPD-Mitglieder koordiniert haben. Nach einem Bericht der Süddeutschen Zeitung hatten 20 Linksextremisten eine Gaststätte gestürmt und die Anwesenden mit Gläsern, Stühlen und Aschenbechern beworfen. Dem Journalisten wird vorgeworfen, die Gewalttäter ins Lokal dirigiert zu haben. Eine Person aus der Gruppe ist festgenommen worden, es wird wegen schwerem Landfriedensbruch, Sachbeschädigung und gefährlicher Körperverletzung ermittelt.

Junge Freiheit, 10.Juni 2005


Rund 5000 Menschen haben gegen das Fest der Völker der NOD am Stadtrand von Jena demonstriert. Dabei wurden 64 Teilnehmer in Gewahrsam genommen.

OZ, 13.Juni 2005 14.Juni 2005


Nach der Ankunft eines Castor-Transports in Ahaus versuchten Atomkraftgegner das Haupttor zu stürmen und einen Polizeiwagen umzustürzen. Aus der Menge flogen Flaschen und Farbbeutel auf die Polizei.

FAZ, 15.Juni 2005


19.Juni 2005

Die Potsdamer Staatsanwaltschaft ermittelt gegen die 22jährige Julia S. wegen Mordverdachts aus niederen Beweggründen. Gemeinsam mit vier anderen Leuten aus der linken Szene soll sie auf den 16jährigen Benjamin Ö. losgegangen sein und ihn mit Teleskopschlagstöcken und Fußtritten gegen den Kopf traktiert haben.

taz, 1.November 2005


NPD-Funktionär Thomas Wulff ruft auf sich verstärkt in der WASG zu engagieren. „Geht jetzt stärker rein in die WASG-Gruppen. Ihr werdet merken, viele von denen denken so wie wir.“ heißt es auf der Parteiseite.

Bonner General-Anzeiger, 25.Juni 2005


25.Juni 2005

Mit überwiegend friedlichen Protesten reagierten Erfurter Bürger auf eine Demonstration von Rechten. Auf dem Domplatz aber kam es zu Auschreitungen zwischen 80 Linksextremisten und der Polizei, fünf von ihnen wurden festgenommen, elf kamen in vorläufigen Gewahrsam, darunter auch DGB-Landeschef Frank Spieth.

Thüringer Allgemeine, 26.Juni 2005


30.Juni 2005

Gregor Gysi gibt an, daß 80 Prozent Prozent der PDS-Mitglieder in der SED gewesen seien. Formuliert hat er allerdings, daß „zwanzig Prozent nicht in der SED gewesen“ sind.

Stern, Juni 2005


Eine Angeklagte im Potsdamer Mordprozeß, in dem fünf Linksextremisten vorgeworfen wird einen 16jährigen mutmaßlichen Angehörigen der rechten Szene zu ermorden arbeitete in der Gaststätte „Chamäleon“. Das Anlaufzentrum der linksextremen Szene wird mit öffentlichen Mitteln gefördert.

Preußische Allgemeine Zeitung, 2.Juli 2005


2.Juli 2005

Beim Marburger Marktfrühschoppen der Studentenverbindungen kam es erneut zu linksextremen Gewalttaten und Sachbeschädigungen. Bereits am frühen Abend wurden Scheiben eingeworfen, im Laufe der Nacht sechs Studenten zusammengeschlagen. Während einer Auseinandersetzung mit Personen aus dem linken Spektrum wurde einer 29jähriger Student von Linken mit einer Bierflasche niedergeschlagen und mußte im Krankenhaus versorgt werden. Auch die Presse berichtete über die Vorfälle.

Burschenschaftliche Blätter 3/2005


6.Juli 2005

Der ehemalige Bundestagsabgeordnete Thomas Wüppesahl (Grüne) wird vom Landgericht Hamburg zu einer vierjährigen Haftstrafe verurteile. Dem Parlamentarier wurde zur Last gelegt, einen Überfall auf einen Geldtransporter in Berlin vorbereitet zu haben, bei dem ein Geldbote erschossen wurde. Wüppesahl gehörte der linken Arbeitsgemeinschaft Kritischer Polizisten an.

FAZ, 8.Juli 2005


Beim o. g. Prozeßende erhielt eine 21jährige Angeklagte eine Freiheitsstrafe von 14 Monaten, der jüngere Mittäter eine Jugendstrafe von 17 Monaten auf Bewährung. In den Pausen kam es zu Schlägereien zwischen Linksextremisten und Angehörigen der rechten Szene, wegen der massiven Androhung von Gewalt aus dem autonomen Spektrum mußten Zeugen und Prozeßbeobachter vom Hauptbahnhof zum Gerichtmit Polizisten und Hundeführer begleitet werden.

Junge Freiheit, 8.Juli 2005


10.Juli 2005

Trotz anfänglicher Differenzen gibt die nordrhein-westfälische Parteiführung der Grünen bekannt, es werde eine Debatte über die schwarz-grüne Koalition aufbrechen. „Kulturell gebe es ohnehin keine Differenzen mehr mit der CDU“, heißt es bei den Grünen.

FAZ, 11.Juli 2005


13.Juli 2005

SPD-Politiker Stiegler vergleicht das CDU-Programm mit nationalsozialistischen Parolen. Die von der Union verwandte Formulierung, sozial sei was Arbeit schafft erinnere ihn an „Arbeit macht frei“. Der bayerische SPD-Vorsitzende entschuldigte sich nach einer Rüge durch Gerhard Schröder und Franz Müntefering.

FAZ, 14.Juli 2005


Das Auto des Weinheimer NPD-Kandidaten Stefan Wollenschläger wird von mutmaßlichen Linksextremisten demoliert. Die Reifen werden zerstochen, Scheiben eingeschlagen, das Auto mit Farbe besprüht und Benzin in den Kühlerblock gegossen. Damit sollte erreicht werden, daß das Fahrzeug beim Starten des Motors Feuer fängt. Die Kriminalpolizei und Brandexperten ermitteln in die linke Szene.

Weinheimer Nachrichten, 28.Juli 2005


7.August 2005

Antifa-Aktivisten versuchen in die Wohnung der Gelsenkirchener NPD-Kandidatin Anke Salterberg einzudringen. Der Versuch mißlingt, die Nachbarschaft soll durch laute Parolen und „Aufklärung“ eingeschüchtert werden.

Deutsche Stimme, September 2005


8.August 2005

In Berlin überfallen acht vermummte Autonome einen Wahlkampfstand der NPD und verletzen zwei Wahlkampfhelfer schwer. Die Angreifer schlugen mit Holzlatten und Knüppeln auf ihre Opfer ein. Eines trug massive Kopfverletzungen davon, das andere mehrere Knochenbrüche.

Deutsche Stimme, September 2005


12.August 2005

Obwohl die Polizei im Vorfeld schon Ausschreitungen und Sachbeschädigungen fürchtet, dürfen gewaltbereite Antifa-Gruppen in der Berliner Innenstadt demonstrieren. Die Veranstaltung auf dem Kurfürstendamm richtet sich gegen ein vermeintlich rechts Ladenlokal. Anmelder der Demonstration ist ein Mann, der bereits in der Vergangenheit immer wieder durch gewalttätige Veranstaltungen aufgefallen ist. Bisher hatte die Polizei stets versucht vom Kurfürstendamm Demonstrationen fernzuhalten.

Junge Freiheit, 12.August 2005


26.August 2005

In Berlin durchsucht die Polizei mehrere Wohnungen von Linksextremisten , die dazu aufgerufen hatten Wahlplakate rechter Parteien zu zerstören. Unter den durchsuchten Objekten befand sich unter anderem ein Versandhandel sowie das „Antifaschistische Pressearchiv und Bildungszentrum“. Im Internet wurde versprochen, auf einer einschlägigen Party im Tausch gegen ein Wahlplakat ein Getränk gratis zu erhalten.

Junge Freiheit, 2.September 2005


31.August 2005

Der Stasi-Bewertungsausschuß des sächsischen Landtages hat sich dafür ausgesprochen eine Anklage gegen den Fraktionsvorsitzenden der PDS, Peter Porsch, zu empfehlen. Demnach sei Porsch Inoffizieller Mitarbeiter der DDRStaatssicherheit gewesen und wurde als IM Christoph geführt.

FAZ, 1.September 2005


Bei der Linkspartei sind zahlreiche bekannte Linksextremisten der Deutschen Kommunistischen Partei (DKP) untergeschlüpft, so Experten des Verfassungsschutzes. Danach kandidierten mindestens elf Mitglieder der DKP auf Listen der Linkspartei.

Preußische Allgemeine Zeitung, 3.September 2005


12.September 2005

Der Landesvorsitzende der Linkspartei in Schleswig-Holstein, Harald Koch, hat seinen Rücktritt bekannt gegeben. Er teilte mit, er werde nicht mithelfen „alte Seilschaftsstrukturen wiederzubeleben.“ Ferner sagte Koch: „Die Wiedereinführung ehemaliger Stasi-Mitarbeiter und SED-Kader kommt für mich schon gar nicht in Frage.“

FAZ, 13.September 2005


14.September 2005

Etwa 2000 Gewerkschafter vor allem aus der IG Metall haben in einer Zeitungsanzeige zur Wahl der Linkspartei aufgerufen. Besonders aus der IG Metall kommt es immer wieder zu Bündnissen mit teils gewaltbereiten Linksextremisten, die auch in der Linkspartei eine neue Heimat und Organisationsstrukturen gefunden haben.

FAZ, 15.September 2005


Die Staatsanwaltschaft Berlin hat ein Ermittlungsverfahren gegen die linke Zeitung „Neues Deutschland“ eingestellt. Das Blatt wurde wegen Volksverhetzung angezeigt, weil es Teilnehmer des Aufstands vom 17.Juni 1953 verunglimpft hat. Das Gericht begründete die Einstellung des Verfahrens damit, daß sich bei Volksverhetzung nur der strafbar mache, der „eine unter der Herrschaft des Nationalsozialismus begangene[n] Handlung leugne.“

Junge Freiheit, 30.September 2005


IG BAU Vorsitzender Klaus Wiesehügel ruft auf einem Kongreß der Baugewerkschaft in Bonn zu „Vernichtung“ auf. Wörtlich sagte er über Arbeitgeber, „die Gewerkschafter aus ihrem Betrieb raushalten wollen, müssen so bezeichnet werden, wie sie uns gegenüber auftreten. Sie sind unsere Feinde. Und Feinde muß man bekämpfen, bis hin zur Vernichtung.“ Bonner General-Anzeiger, 6.Oktober 2005 24.Oktober 2005 In der Nacht wurden in Berlin die Denkmäler der Generale Bülow und Scharnhorst mit Farbe beschmiert, ferner die Parolen „Männer Krieg“ und „Vergewaltiger Soldaten“ geschrieben. Die Polizei ermittelt ins linksextreme Spektrum.

Preußische Allgemeine Zeitung, 29.Oktober 2005


26.Oktober 2005

Beim großen Zapfenstreich zum fünfzigjährigen Bestehen der Republik kam es in Berlin zu Sachbeschädigungen. Mehr als 1000 Polizisten und 600 Feldjäger sicherten die Zeremonie gegen etwa 1200 Gegendemonstranten ab. Im Vorfeld wurden mehrere Soldatenfriedhöfe der Hauptstadt geschändet und das Reiterdenkmal Unter den Linden mit Farbbeuteln beworfen.

FAZ, 27.Oktober 2005


Linsextremisten haben sich in einem Schreiben an die Berliner Zeitung zu einem Brandanschlag auf dem Gelände des Gästehauses des Auswärtigen Amtes bekannt. Mit der Tat habe man die „neue deutsche Außenpolitik“ im ökonomischen und militärischen Sinne „offensiv angreifen“ wollen heißt es in dem mit „autonome gruppen/militant people“ unterschriebenen Brief.

Junge Freiheit, 28.Oktober 2005


29.Oktober 2005

Bei einer Demonstration der NPD für soziale Gerechtigkeit verwüsten in Göttingen Autonome die Innenstadt und das Universitätsviertel. Über 1000 Linksextremisten errichteten Barrikaden, steckten Fahrzeuge in Brand und beschädigten Häuser. 14 Polizeibeamte und 50 Unbeteiligte wurden dabei zum Teil schwer verletzt.

Junge Freiheit, 4.November 2005


9.November 2005

In der Nacht werden in Berlin Brandanschläge auf sechs Autos verübt. In Köln brennen mindestens vier Fahrzeuge, in Mannheim setzen Unbekannte das Spielhaus eines Kinderhorts in Brand. Die Polizei vermutet, daß in allen Fällen jugendliche Nachahmungstäter der Unruhen in Frankreich am Werk waren, ermittelt aber auch in die linke Szene, da es sich um eine bundesweit koordinierte Aktion handeln könnte.

FAZ, 10.November 2005


12.November 2005

Bei einer Gedenkveranstaltung in Halle für die Gefallenen der 9.Armee kommt es bei linken Gegenveranstaltungen zu heftigen Krawallen. Die Polizei schritt nur in Fällen persönlicher Bedrohung ein.

Deutsche Stimme, Januar 2006


15.November 2005

Mit Hakenkrallen haben Unbekannte Anschläge auf die Bahnstrecke von Berlin nach Hannover und Hamburg verübt. Im Zugverkehr kam es zu erheblichen Verspätungen. Polizei und Bahn vermuten Atomkraftgegner hinter dem Anschlag.

FAZ, 16.November 2005


18.November 2005

Bei einer Demonstration gegen bevorstehende Atommülltransporte sind drei Polizisten verletzt worden. Bei einer Kundgebung in Lüchow wurden Beamte mit Eiern, Feuerwerkskörpern und Flaschen beworfen.

FAZ, 19.November 2005

Im Zusammenhang mit der Störung einer Gedenkveranstaltung zum Volkstrauertag ergeht Strafanzeige wegen Nötigung und Störung einer Versammlung gegen den brandenburgischen SPD-Fraktionsvorsitzenden Dietmar Woidke, Potsdams Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) sowie die Landtagsabgeordnete Karin Weber (PDS). Die Politiker hatten sich an einer Blockade gegen eine Demonstration zum Volkstrauertag beteiligt.

Junge Freiheit, 25.November 2005


24.November 2005

In Duisburg kommt es bei einer Gegendemonstration zu einer Gedenkveranstaltung für Vertriebene zu schweren Ausschreitungen. Unter anderem zeigten Antifa- Aktivisten Plakate mit dem Zitat von Ilja Ehrenburg: „Ein Tag, an dem du keinen Deutschen getötet hast, ist ein verlorener Tag.“ Beim Durchbruch durch Polizeisperren sind zehn Autonome festgenommen worden, nachdem sie Veranstaltungsteilnehmer tätlich angegriffen und mit Gegenständen beworfen haben.

Junge Freiheit, 2.Dezember 2005


Unbekannte Täter aus dem mutmaßlich linken Spektrum schänden in Passau das Kriegerdenkmal. Sie rissen dabei drei sogenannte Victoria-Engel ab, die den Zaun der Gedenkstätte krönen. Zwei Figuren konnte bei Verdächtigen aus der autonomen Szene sichergestellt werden. In den vergangenen Wochen waren in der ganzen Republik verstärkt Kriegerdenkmäler und Soldatenfriedhöfe geschändet worden.

Junge Freiheit, 30.Dezember 2005


23.Dezember 2005

Die Kampagne „Du bist Deutschland“ ist ins Fadenkreuz von Linksextremisten geraten. In Hamburg sind zwei Autos der Werbeagentur Jung von Matt durch einen Brandanschlag zerstört worden. In einem Bekennerschreiben an die verantwortliche Agentur kritisieren unbekannte Linksextremisten das „positive Deutschlandbild“, das vermittelt werde.

Junge Freiheit, 30.Dezember 2005


Zusammengestellt von Alexander Schleyer