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Analysen

Die deutschen 68er: Die eigentlichen Neo-Nazis? Plädoyer für die Bewältigung der Vergangenheit der wesensverwandten „68er“

Josef Schüßlburner 

Die 68er-Generation hat nicht nur in einem Staat wie Sri Lanka in Form der singhalesischen JVP oder der tamilischen LTTE in einer massiven Weise politischen Terror praktiziert, welcher beinahe zur Ablösung der demokratischen Ordnung durch ein an den Kambodschaner Pol Pot ausgerichtetes totalitäres Linksregime geführt hätte. Diese Problematik wird im 18. Teil der Serie „Parteiverbotskritik“ auf dieser Website unter der Rubrik „Kampf ums Recht“ angesprochen. Im vorliegenden Beitrag soll jedoch auf die zeitgenössischen bundesdeutschen 68er eingegangen werden, aus deren Umfeld bekanntlich über sog. „K-Gruppen“, die in der Tat mit einem Pol Pot oder Mao sympathisierten, der RAF-Terror hervorgegangen ist. Dieser Terror, der auch in der „Chronik des Linksextremismus“ auf dieser Website dokumentiert ist, sollte zu einer wirklichen Gefährdung der bundesdeutschen Verfassungsordnung führen, was von Gruppierungen, denen üblicherweise „Wesensverwandtschaft“ zugeschrieben wird, nicht wirklich gesagt werden kann. Dies legt es nahe, im Interesse des Demokratieerhalts die Frage nach der Bewältigungsbedürftigkeit auch des deutschen 68er-Phänomens zu stellen.


Die Untersuchung kommt dabei zu dem Ergebnis, daß nach den Prämissen der deutschen Bewältigungspolitik das Phänomen der 68er, insbesondere in seiner bundesdeutschen Ausprägung, schon aus der Opferperspektive zu bewältigen ist. Vor allem ist es zu bewältigen, weil sich mit dem 68er Phänomen die Wiederkehr des Verdrängten vollzogen hat und Gefahr droht, daß sich diese Wiederkehr weiterhin vollzieht und dabei eine besondere Gefährlichkeit annimmt, weil die Wiederkehr des Verdrängten nur als Metamorphose möglich ist und damit nicht gleich auf Anhieb sichtbar wird: Der Faschismus tritt dann nämlich als Antifaschismus auf und der Rassismus als (antideutscher) Antirassismus. Der „Kampf gegen rechts“ als bleibendes Phänomen als Folge der politischen Integration der 68er-Generation, dessen Opfer die Deutschen insgesamt sind, schon weil ihnen eine in normalen Demokratien anerkannte politische Option genommen wird, ist seinem inneren Wesen nach faschistisch und verwirklich ein Vermächtnis des Nationalsozialismus, der sich selbst vorgeworfen hat, den „Schlag gegen rechts“ unterlassen zu haben. Will man in Deutschland eine normale Demokratie wird man deshalb nicht umhin kommen, die Bewältigung zu bewältigen, die den faschistischen Charakter des Antifaschismus verfehlt. Wesentlicher Bestandteil dieser Bewältigung ist die Bewältigung des 68er-Phänomens.


Bei der vorliegenden Abhandlung handelt es sich um eine leicht überarbeitete Fassung eines entsprechenden Beitrags mit dem Titel „Der Nationalsozialismus der 68er“ für die Zeitschrift „eigentümlich frei“. Dieser Beitrag war dort im Heft 53 auf Seite 34 ff. erschienen.

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Die Redaktion von www.links-enttarnt.net dankt der Redaktion der Zeitschrift „eigentümlich frei“

http://ef-magazin.de/


für die Zustimmung zum (etwas ergänzten) Wiederabdruck dieses Artikels.


Hinweis:


Die vorliegende Abhandlung stellt auch eine Ergänzung zur folgenden derzeit erhältlichen Veröffentlichung des Verfassers dar, die ausdrücklich den bundesdeutschen 68ern gewidmet ist:



Das Buch von Josef Schüßlburner, Roter, brauner und grüner Sozialismus. Bewältigung ideologischer Übergänge von SPD bis NSDAP und darüber hinaus. 2015, 350 S., das in einer 3. unveränderten Neuauflage für 24.90 € wieder erhältlich ist und erstmals auch in einer Kindle Edition für 6,99 € zur Verfügung steht, versteht sich als Beitrag zu einer umfassenden Sozialismusbewältigung. Diese Bewältigung sollte nicht auf den deutschen National-Sozialismus beschränkt werden, sondern muß sich den Prämissen der bundesdeutschen Bewältigung entsprechend auch auf wesensverwandte Phänomene wie die bundesdeutschen 68er erstrecken, um wirklich dem Demokratieschutz zu dienen.



pdf Die deutschen 68er: Die eigentlichen Neo-Nazis? Plädoyer für die Bewältigung der Vergangenheit der wesensverwandten „68er“